Allgemeine Teeinformationen

Legenden und Geschichtliches

Der chinesische Kaiser Sheng Nung (Begründer der chinesischen Kräuterheilkunde) saß in seinem Garten. Der Wind wehte ein paar Blätter eines Strauches in einen Behälter mit heißem Wasser. Der Kaiser bemerkte einen schönen Duft, probierte von dem heißen Wasser und fühlte sich beschwingt und seine Sinne klärten sich.

Um 800 u.Z. kam der Tee nach Japan. Von Zen-Mönchen wurde die Teezeremonie als Weg zur Selbsterkenntnis entwickelt (Teeweg). Angestrebt wurde eine innere Harmonie und eine Reinheit des Geistes. Die Holländer brachten den Tee um 1610 nach Europa. Ab 1664 übernahmen die Briten mit ihrer „East Indian Company“ mehr und mehr das Geschäft.

Tee in Russland ist ein Kapitel für sich. Der Tee wurde über die Seidenstraße nach Russland transportiert. Man lese die Erzählung „Die Bauern“ von Anton Tschechow, um den Stellenwert des Getränkes nachzuvollziehen.

Hohe Einfuhrzölle der Briten führten zur Boston Tea Party 1773. Bostoner Bürger, zum Teil als Indianer verkleidet, stürmten Handelsschiffe der Briten und warfen insgesamt 342 Kisten mit Tee ins Meer, um gegen die „Threepence“-Steuer pro Pfund zu protestieren. Andere Partys folgten. Es kam zur Schlacht von Lexington, während der die Freiheitstruppen den Sieg über die Engländer errangen und der Beginn der USA festgeschrieben wurde.

Im Opiumkrieg(1839-42) kam England zu Hongkong. Die Briten bezahlten den Tee mit Opium. Das wollte die chinesische Regierung verhindern. Ceylon war eigentlich eine Kaffee-Insel. Die Briten brachten tamilische Sklaven nach Ceylon, weil die sich gut mit Tee- und Kaffeeanbau auskannten. 

Klima, Anbau und Verarbeitung

Weltweit wird Tee angebaut. Die Pflanze bevorzugt mittlere Jahrestemperaturen von 18 Grad Celsius und ist frostempfindlich. Die Niederschläge sollten schon 1600 Liter im Jahr betragen sowie möglichst gleichmäßig verteilt sein. Durchschnittlich vier Sonnenstunden täglich bekommen der Pflanze sehr gut. Die Sortenvielfalt und die Unterschiede in der Qualität werden auch durch das Klima beeinflusst. So entsteht eine Vielzahl an Varietäten in den verschiedensten Regionen. 

Natürlich bestimmt auch das handwerkliche Geschick während des Anbaus und der Verarbeitung die Qualität. So werden zum Beispiel in Japan einige Zeit vor der Ernte die Sträucher mit speziellen Netzen (japanisch: kabusé) abgedeckt. So dringt nur noch die Hälfte des Sonnenlichtes durch. Es werden die natürlichen Lichtbedingungen des wilden Teestrauches simuliert. So kommt es zu einer Konzentration der Wirkstoffe und zu einem besonders duftig-frischen Aroma. 

Der Variantenreichtum wird allerdings auch durch die unterschiedlichsten Verarbeitungsmethoden bestimmt: ob un-, teil- oder vollfermentiert, ob gerolltes gebrochenes oder ganzes Blatt. Ob im Frühling, im Sommer oder im Herbst geerntet. Alles sind wichtige Faktoren. 

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